Routen: ein Spaziergang durch das Herz von Gravedona
Gravedona lässt sich nicht nur vom See aus bewundern: Am besten entdeckt man den Ort zu Fuß.
Romanische Kirchen, historische Viertel, Paläste direkt am Wasser und kleine Gassen, in denen die Erinnerung an längst vergessene Handwerksberufe weiterlebt: Dieser Spaziergang führt Sie zur authentischen Seele Gravedonas.
Die Hauptroute ist etwa 4 Kilometer lang und verbindet die wichtigsten historischen und künstlerischen Sehenswürdigkeiten des Zentrums. Ohne Zwischenstopps kann sie in ungefähr einer Stunde zurückgelegt werden. Wir empfehlen jedoch, sich Zeit zu nehmen, die Kirchen zu besichtigen, auf kleine Details zu achten und das Panorama zu genießen.
Die Karte der Route
Die Hauptroute ist grün markiert. Die orange gestrichelte Linie zeigt die optionale Verlängerung zu den Kirchen Santi Gusmeo e Matteo und Santa Maria delle Grazie.
Die Karte dient nur zur Orientierung und ist nicht maßstabsgetreu.
Die Stationen des Erlebnisses
1. Der heilige Bezirk
Der Spaziergang beginnt am Infopoint auf der Piazza Trieste und führt über die Via Roma zum alten heiligen Bezirk. Hier befinden sich zwei der bedeutendsten Kirchen am nördlichen Comer See:
- Santa Maria del Tiglio, ein Meisterwerk der romanischen Architektur, das in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts über einem früheren Baptisterium errichtet wurde;
- San Vincenzo, erbaut über einer frühchristlichen Kultstätte und mit einer eindrucksvollen
Dieser Ort gehört zu den faszinierendsten Plätzen Gravedonas. Geschichte, Spiritualität und Landschaft begegnen sich hier unmittelbar am Seeufer.
2. Serenella und die Uferpromenade
Nehmen Sie den Weg hinter der Kirche, gehen Sie weiter über den Viale Scuri und folgen Sie der Straße in südlicher Richtung bis zur Serenella.
Hier befinden sich der Strand, das Sportzentrum, die Tennisplätze, der Segelclub sowie mehrere Rad- und Fußwege.
Von diesem Punkt aus öffnet sich der See in seiner ganzen Schönheit und bietet einen herrlichen Blick auf die Berge des Alto Lario.
3. Das Rad der alten Mühle
Auf dem Rückweg ins Zentrum erreichen Sie über die Via Mulini das Rad einer alten Mühle.
Dieses interessante Beispiel der Industriearchäologie erinnert an die wirtschaftliche und handwerkliche Vergangenheit Gravedonas, die häufig weniger bekannt ist als das religiöse und landschaftliche Erbe des Ortes.
4. Via Sabbati und Piazza Cavour
Zurück in Richtung See gelangen Sie zur Via Sabbati, einer kleinen, stimmungsvollen Straße parallel zur Uferpromenade. Früher befanden sich hier zahlreiche Geschäfte des Ortes.
In den Schaufenstern ehemaliger Läden erinnert das Projekt Tira su i cler – ein Ausdruck im lokalen Dialekt, der „Zieht die Rollläden hoch“ bedeutet – an historische Geschäfte und alte Handwerksberufe. So werden dem Ortskern Erinnerungen und Atmosphäre zurückgegeben.
Anschließend erreichen Sie die Piazza Cavour, einen der charakteristischsten und lebendigsten Plätze des Ortes.
5. Die kleine Gesiöö-Kapelle
Von der Piazza Cavour führt die Via Sale bergauf zur kleinen Kapelle, die liebevoll Gesiöö genannt wird.
Die Kapelle stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist den Einwohnern Gravedonas bis heute besonders wichtig.
6. Palazzo Gallio
Nach dem Abstieg zum See geht es weiter zum Palazzo Gallio, einem der bekanntesten Wahrzeichen Gravedonas.
Der imposante Palast wurde ab 1586 im Auftrag von Kardinal Tolomeo Gallio direkt am Wasser erbaut. Seine spektakuläre Lage und die elegante Architektur erinnern an die bedeutende Vergangenheit der Grafschaft der Tre Pievi.
7. Das Castello-Viertel
Folgen Sie der Via Ser Gregori durch die historische Contrada degli Orefici, das Viertel der Goldschmiede, bis zum alten Ortskern, der Castello genannt wird.
Kleine Plätze, eng aneinandergebaute Häuser, schmale Gassen, Arkaden und steile Treppen bilden eine der authentischsten Ecken Gravedonas.
Besonders sehenswert ist der Aussichtspunkt Pra’ Castello, von dem sich ein herrliches Panorama über den Comer See eröffnet.
In der Via Volta 2 befindet sich außerdem das Haus, in dem der berühmte Wissenschaftler Alessandro Volta einst wohnte.
Optionale Verlängerung: die Kirchen im oberen Ortsteil
Wer den Spaziergang verlängern möchte, kann zwei weitere Schätze Gravedonas besuchen:
- die Kirche Santi Gusmeo e Matteo, in der wertvolle Fresken des Fiammenghino erhalten sind;
- die Kirche Santa Maria delle Grazie und das ehemalige Kloster, die reich mit Fresken aus dem späten 15. und frühen 16. Jahrhundert geschmückt sind.
Diese Verlängerung ist ungefähr einen Kilometer lang und dauert ohne Zwischenstopps etwa weitere 20 Minuten.
Der Weg umfasst Treppen, Kopfsteinpflaster und teilweise steile Anstiege. Er ist deshalb für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Praktische Informationen
📍 Start und Ziel: Infopoint, Piazza Trieste – Gravedona
🥾 Hauptroute: ungefähr 4 km
⏱️ Dauer: ungefähr eine Stunde ohne Zwischenstopps
🟢 Schwierigkeitsgrad: leicht
👨👩👧👦 Geeignet für: Familien und auf der Hauptroute auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität
🔴 Optionale Verlängerung: ungefähr 1 km, mit Treppen und steilen Abschnitten
👟 Empfohlen: bequeme Schuhe
📷 Mitnehmen: Wasser und eine Kamera
Die Öffnungszeiten der Kirchen können variieren. Wir empfehlen, diese vor Beginn des Spaziergangs zu überprüfen.
Der Tipp von CaFelicita
Nehmen Sie sich Zeit. Bleiben Sie an der Uferpromenade stehen, besuchen Sie die Kirchen, wenn sie geöffnet sind, betrachten Sie die historischen Geschäfte in der Via Sabbati und schlendern Sie durch die Gassen des Castello.
Gehen Sie hinauf zum Pra’ Castello, um Gravedona von oben zu bewundern, und gönnen Sie sich am See eine Pause bei einem Kaffee, einem Aperitif oder einem Eis.
Wenn Sie zu CaFelicita zurückkehren, werden Sie viele der gerade besuchten Orte von oben wiedererkennen. So entdecken Sie auf eine andere und überraschende Weise, dass Gravedona nicht nur der See ist, sondern auch Geschichte, Kunst und authentisches Leben.
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