Von den höher gelegenen Dörfern bis ins Liro-Tal: Kirchen, Wege und traditionelle Genüsse

Hinter Gravedona eröffnet sich eine überraschende Landschaft mit kleinen Ortsteilen, alten ländlichen Siedlungen, mit Fresken geschmückten Kirchen, Panoramastraßen und Kastanienwäldern.

Die Route beginnt im Zentrum von Gravedona ed Uniti und führt hinauf nach

San Carlo, Negrana, Travisa und Rancio bis nach Dosso del Liro. Anschließend geht es weiter nach Peglio und Livo – durch Bergdörfer und zu den Genüssen der regionalen Küche.

Eine Tour für alle, die Kultur, Natur, Gastronomie und Radfahren miteinander verbinden möchten.

Länge: etwa 22-28 km

Höhenunterschied: etwa 600 Meter

Mit dem Auto: etwa 1 Stunde bis 1 Stunde 20 Minuten, ohne Pausen Mit dem Fahrrad: 12 km lange MTB-/E-MTB-Rundtour, etwa 3 Stunden Ideal für: Paare, Familien, Radfahrer sowie Liebhaber von Dörfern und regionalen Spezialitäten

 

Die Etappen der Tour

1.  Gravedona und der Anstieg nach San Carlo

Vom Zentrum Gravedonas nimmt man die Straße, die sich allmählich vom See entfernt und zum Ortsteil San Carlo hinaufführt. Die Landschaft verändert sich rasch: Gemüsegärten, Steinmauern und Panoramablicke auf den nördlichen Comer See prägen nun das Bild.

2.  Das Kirchlein San Carlo

Bei einem kurzen Halt kann man die kleine Kirche San Carlo besichtigen, die zum gleichnamigen Ortsteil gehört. Sie ist ein schlichter, besinnlicher Ort und Ausdruck der Frömmigkeit der ländlichen Gemeinschaften, die einst an diesen Hängen lebten.

3.  Negrana und die Kirche Santi Nabore e Felice

In Negrana befindet sich die Kirche Santi Nabore e Felice, die bereits Ende des

Jahrhunderts urkundlich erwähnt und im 18. Jahrhundert erneuert wurde. Der Hauptaltar aus polychromem Marmor und die Fresken in der Apsis sind ihre bedeutendsten Sehenswürdigkeiten.

4.  Travisa und Rancio

Weiter geht es zu den beiden Ortsteilen Travisa und Rancio. Bauernhäuser, Wälder und immer wieder freie Panoramablicke begleiten den Übergang vom Ort am See in die Berglandschaft. Von hier folgt man der Beschilderung nach Dosso del Liro.

5.  Dosso del Liro und der alte Ortskern

Dosso del Liro bewahrt enge Gassen, Steinhäuser und Portale aus dem 18. Jahrhundert. An dem kleinen Platz liegen die Pfarrkirche und die Kapelle der Unbefleckten Empfängnis. Über einen kurzen Abstecher erreicht man außerdem San Pietro in Costa, eine einsam im Wald gelegene Kirche, die zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaut und in der Apsis mit Fresken geschmückt wurde.

Kulinarische Pause: Semuda und Löffel-Gnocchi

Semuda, örtlich auch semuda oder furmagela genannt, ist ein Käse aus roher, entrahmter Kuhmilch, der traditionell in Kellern und Crotti – den natürlichen Felsenkellern der Region – reift. Er zählt zu den charakteristischsten Erzeugnissen der Täler am nördlichen Comer See.

In der Osteria Enoteca Aquila d’Oro in Dosso del Liro gibt es die berühmten Löffel-Gnocchi mit Semuda. Die Speisekarte variiert je nach Saison und Verfügbarkeit; eine Reservierung und die vorherige Bestätigung des Gerichts werden empfohlen. Telefon: +39 0344 85882.

Weitere Möglichkeiten sind die Bar Trattoria La Madonnina in Dosso del Liro, der Agriturismo Zertin in Peglio und das Ristorante S. Anna in Livo. Bitte prüfen Sie stets die Öffnungstage und Öffnungszeiten.

1.  Peglio und die Kirche Santi Eusebio e Vittore

Von Dosso del Liro gelangt man nach Peglio, einem Dorf mit alten Häusern und Votivfresken. Der Komplex Santi Eusebio e Vittore umfasst die Kirche, den Portikus, das Beinhaus, das Pfarrhaus und den Friedhof und ist eine der kunsthistorisch bedeutendsten Stationen dieser Route.

2.  Livo und die Kirchen San Giacomo

Livo besitzt einen historischen Ortskern aus Stein und zwei Gotteshäuser, die dem heiligen Jakobus geweiht sind. Die neue Kirche befindet sich im Dorf; die alte, zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaute Kirche liegt etwas abseits und ist für ihre Vorhalle und ihre Verzierungen bekannt.

3.  Rückkehr nach Gravedona

Von Livo geht es hinunter nach Gravedona, wobei der Blick auf den See allmählich wieder frei wird. Die Seepromenade oder der Sakralbezirk von Santa Maria del Tiglio eignen sich hervorragend, um den Tag mit einem ruhigen Spaziergang ausklingen zu lassen.

Der sportliche Teil: mit dem Fahrrad auf den Wegen

Wer die Tour mit einer Radtour verbinden möchte, wählt am besten die offizielle Rundstrecke Gravedona-Dosso-Peglio. Die Strecke verläuft abwechselnd auf Asphalt, der Via dei Monti Lariani, Forststraßen und Saumpfaden. Sie ist für Mountainbikes oder E-MTBs geeignet und als anspruchsvoll eingestuft.

Start und Ziel: Gravedona, Parkplatz an der Via San Gusmeo

Länge: 12 km

Dauer: etwa 3 Stunden

Positiver Höhenunterschied: 625 Meter

Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll

Empfohlenes Fahrrad: MTB; E-MTB dringend empfohlen

Jahreszeit: Frühling, Sommer und Herbst, bei trockenem Untergrund

Die Fahrradroute

Von Gravedona fährt man auf Asphalt hinauf nach Negrana und Dosso del Liro und bewältigt dabei einige sehr steile Rampen. Ab Dosso folgt man der Via dei Monti Lariani mit einer Abfolge von aussichtsreichen Anstiegen und Abfahrten.

Am Bach Ronzone muss die Brücke zu Fuß überquert und das Fahrrad geschoben werden; unmittelbar danach folgen einige Stufen. Eine Forststraße führt zur Madonna del Gorghiglio und weiter nach Peglio.

Von Peglio geht es auf Asphalt erneut bergauf zur Kirche Santa Croce di Naro. Die Rückfahrt nach Gravedona verläuft über gut erhaltene Saumpfade, deren starkes Gefälle jedoch Erfahrung und zuverlässige Bremsen erfordert.

Variante durch die Kastanienwälder von Dosso del Liro

Eine zweite Route beginnt an der Kirche San Martino und steigt zu den Maiensäßen von Ciosino und Prennaro hinauf. Sie führt durch jahrhundertealte Kastanienwälder und bietet weite Ausblicke über das Liro-Tal.

Länge: 13 km – Dauer: etwa 2 Stunden – Höhenunterschied: 530 Meter –

Schwierigkeitsgrad: mittel

Der Tipp von CaFelicita

Familien und allen, die mehr Zeit in den Dörfern verbringen möchten, empfehlen wir, die Hauptroute mit dem Auto zurückzulegen und in Negrana, Dosso del Liro, Peglio und Livo anzuhalten.

Die Fahrradvariante erfordert hingegen ein Mountainbike oder E-MTB, eine gute Kondition und Erfahrung beim Fahren auf Wegen. Helm, Handschuhe, Wasser und ein Reparaturset sind unverzichtbar. In den technisch schwierigeren Abschnitten muss das Fahrrad geschoben werden.

Nach starken Regenfällen sollten die Saumpfade gemieden werden. Wanderer haben stets Vorrang. Laden Sie außerdem vor dem Start die offizielle GPX-Datei herunter.

Prüfen Sie vor der Abfahrt die Öffnungszeiten der Kirchen und Restaurants und reservieren Sie die kulinarische Pause in Dosso del Liro.

 

 

Eine Reise von den Ufern des Comer Sees in die Stille des Liro-Tals – durch alte Dörfer, über Wege und zu Kunst und traditionellen Genüssen.

Quellen: AltoLagoComo Bike; inLombardia; North Lake Como; Osteria Aquila d’Oro; Slow Food Stiftung. Abgerufen im August 2026.


Sind Sie an diesem Erlebnis interessiert?